Hmm, ich bin ein wenig irritiert - ist dies das erste Soloalbum von Volker Lankow, welches ich hier vorstelle??
Anscheinend ja. Wird auch mal Zeit, denn es sind bereits einige Alben mit Volker´s Beteiligung hier vertreten, aber hier starte ich mit seinem Soloalbum -Earth Prayers-
vom Juni 2026. Einige Monate später kam noch die -Earth Prayers 2- heraus, dazu komme ich vielleicht noch später drauf zurück.
Als ich dieses Album das erste Mal gehört habe,
war ich sofort "Feuer und Flamme". Diese Musik mit einem starkem ethnischem Touch und Elementen aus dem Tribal-Ambient lassen den Hörer an einer sehr schönen und abwechslungsreichen Reise durch
fremde Länder und Kulturen teilhaben. Von den Stilen, ist hier wirklich alles dabei - von Tribal über Ethno und Drone - ein wirklich sehr interessantes Album
und daher absolut empfehlenswert :-)
Ich gebe zu, dass ich mich mit der -Monsoon Offerings- sehr, sehr schwer getan habe. Es ist noch nicht so oft vorgekommen, dass mich die Musik von einer
CD, bzw. einem Download so polarisiert hat, wie diese hier.
Gut, dann möchte ich es mal versuchen, es zu erläutern : das erste Stück ist echt "der Hammer"!
Das ist Tribal, wie ich es liebe : Dynamik, tolle Percussion und zwischendurch das Didgeridoo - Klasse!
Aber, und da komme ich leider an meine Grenze,
der Gesang im 2. Stück holt mich wirklich aus meiner Euphorie raus. Es ist kein "richtiger Gesang", so wie ich es wahrnehme, mehr ein improvisierter. Es mag sicher für
viele Hörer gut hinein passen, aber für meinen Geschmack ist das nichts. Deshalb möchte ich mich mehr auf die Musik beschränken, die bleibt nämlich gut. Ok, die Dynamik
vom ersten Titel ist raus, dafür sind es nun mehr meditative Klänge mit natürlichen Elementen. Somit überträgt sich auch die meditative Stimmung auf den
letzten Teil der -Monsoon Offerings-
Mich würde es schon sehr Interessieren, wie andere Meinungen zu diesem Tribal-Album ausfallen.
Was mich betrifft,
und ich es rein musikalisch sehe, gefällt mir die -Monsoon Offerings- ganz gut. Elektronische Musik mit Gesang ist meiner Meinung nach eh eine Gratwanderung, der
hier zu hörende improvisierte Gesang passt für mich nicht so gut ins Bild. Aber, und das ist eben das Entscheidende : die Geschmäcker sind verschieden - und das
ist auch gut so.
Guter Tribal-Ambient erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Sei es eine Zusammenarbeit von Steve Roach & Byron Metcalf,
oder eben Volker Lankow & Michael Brückner :-)
Diese Einheit aus ambienten Klängen und knackigen Percussions
höre ich mir immer wieder gerne an. Das Michael und Volker musikalisch gut harmonieren, konnten sie bereits auf dem Album "
Monsoon Offerings" unter Beweis stellen. -Segmented Vision- bietet jedoch mehr "aktive" als "passive" Musik, Zeit zum
Träumen bleibt hier weniger. Hier dominieren mehr die Percussions und somit sollte sich der Hörer etwas mehr auf spannungsgeladenere
Musik einstellen.
Hier zeigt sich wieder die Vielseitigkeit von Michael Brückner und es scheint so, das Michael sich wohl in
sämtlichen Stilen der elektronischen Musik zuhause fühlt. Zu Volker Lankow kann ich z.Zt. leider nichts weiter sagen, da ich von ihm
die Solomusik noch nicht intensiv gehört hatte. Was die -Segmented Vision- jedoch betrifft, kommt sein Percussionspiel
echt klasse rüber und somit kann ich diese CD mit gutem Gewissen weiterempfehlen :-)